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Die Wald-Initiative scheiterte vor allem daran, dass die Bewirtschaftung und Pflege des Waldes als eine Angelegenheit der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer betrachtet wurde. Das Ständeratswahlrecht für Auslandsschweizerinnen und Auslandschweizer hingegen profitierte von den tiefen Beteiligungsraten der Parteiungebundenen, SVP-Anhängerinnen und -Anhänger und unteren Bildungsschichten. Dies zeigt die Analyse der Befragung von 1’187 Stimmberechtigten im Rahmen der Studie «FOKUS Aargau» zur kantonalen Abstimmung vom 25. November 2018. Die Studie wurde vom Zentrum für Demokratie Aarau in Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut publitest durchgeführt und vom kantonalen Swisslos-Fonds unterstützt.

Am Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) ist eine Assistenzprofessur für Öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung europäischer Demokratiefragen neu zu besetzen. Die Assistenzprofessur ist in das am ZDA angesiedelte interdisziplinäre Forschungsprojekt „Direkte Demokratie und Populismus in Europa“ eingebettet. Die Anstellung ist auf drei Jahre befristet. Zudem sind am ZDA zurzeit eine Stelle als Verwaltungsassistenz (40%) sowie eine Stelle als Hilfswissenschaftler/in für Transkriptionen vakant.

Die Selbstbestimmungsinitiative bereitete vielen Stimmenden Mühe. Diese orientierten sich deshalb häufig an Empfehlungen oder lehnten sie der Urheberschaft wegen pauschal ab. Die Hauptmotive waren die Souveränität und Selbstbestimmung der Schweiz auf der Pro-Seite und die Glaubwürdigkeit der Schweiz als internationale Verhandlungspartnerin auf der Contra-Seite. In der neuen VOTO-Studie enthalten ist auch die Analyse der Volksabstimmungen über die Hornkuh-Initiative und die Änderung des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts. Die Studie wurde vom ZDA, von FORS und LINK durchgeführt.