Prof. Dr. Monika Waldis
Direktionsmitglied ZDA und Abteilungsleiterin Politische Bildung und Geschichtsdidaktik PH FHNW
Projekte
Das Projektteam erarbeitet einerseits Grundlagen zu Ausprägungen und Förderbedingung des Argumentierens und Urteilens im Unterricht der Politischen Bildung für die Sekundarstufe I. Andererseits evaluiert es deren Lernwirksamkeit empirisch.
Das jährlich erscheinende Magazin POLIS widmet sich lebensweltlichen Themen, die für Jugendliche wichtig sind. Es enthält Hintergrundberichte, Interviews sowie praxisnahe Artikel und informiert über themenspezifische Unterrichtsmaterialien.
Was kann historisches Lernen beitragen, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen? Ziel der Zeitschrift ist es, transnationalen und kulturübergreifenden Dialog zu fördern und ein interdisziplinäres Verständnis zwischen Forschenden, wissenschaftlichen Traditionen, Ontologien und Epistemologien aus verschiedenen Weltregionen und Kontexten anzuregen.
Für den Kanton Zürich wird ein Grundkenntnistest mit 500 Testaufgaben für Einbürgerungskandidat:innen entwickelt.
In dieser ethnographisch ausgerichteten Studie wird anhand von Unterrichtsvideos unter anderem untersucht, wie die am Unterricht in politischer Bildung beteiligten Kinder und Erwachsenen sich adressieren, welche Herkunftsdialoge eine Rolle spielen und wie natio-ethno-kulturelle Differenzlinien eingeführt und thematisiert werden.
Die Befunde dieser Studie werden eine genauere Bestimmung der Potentiale und der Herausforderungen der Politischen Bildung erlauben, wie sie derzeit im Lehrplan 21 vorgesehen ist.
Einer der wichtigsten Schlüssel zur eigenständigen politischen Meinungsbildung ist das Erkennen und Verstehen von Machtstrukturen –in analogen wie in digitalen Interaktionen. Mithilfe von Gruppen-und Einzelgesprächen mit Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren wollen wir Erkenntnisse über die politische Meinungsbildung von jungen Menschen im digitalen Raum gewinnen. Besonderes Augenmerkliegt dabei auf dem Wissen über und das Bewusstsein für die Machtstrukturen und -verhältnisse, die in den digitalen Kommunikations-und Informationskanälen verankert sind. Ansporn für das Projekt ist die bisher noch eher dünne theoretische Grundlage für Themen der Digitalisierung und Politischer Bildung sowie die fehlende Auseinandersetzung mit Fragen der Macht im digitalen Raum.
Der digitale Raum eröffnet neue Möglichkeiten der politischen Onlinepartizipation für Jugendliche und Erwachsen und stellt ein bedeutsamer Sozialisationskontext im Bereich des Politischen dar. Das Forschungsprojekt erschliesst Ausprägungen und Kontexte politischer Onlinepartizipation bei Schweizer Jugendlichen mittels Medientagebüchern und problemzentrierten Interviews. Gestützt auf empirische Daten erarbeiten Jugendliche und Fachpersonen gemeinsam Ansätze einer Digital Citizenship Education für die Schule und die offene Kinder- und Jugendarbeit.