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Meinungsbildung und Entscheidungsprozesse in der direkten Demokratie

Die direkte Demokratie stellt hohe Anforderungen an die Stimmbürger:innen. Das Funktionieren der direkten Demokratie hängt massgeblich von einem hinreichenden Niveau Politischer Bildung beziehungsweise von der Politikkompetenz der Stimmberechtigten ab. Vor diesem Hintergrund dient die Untersuchung der Meinungsbildung der Bürger:innen bei kommunalen, kantonalen und nationalen Abstimmungen nicht nur der Messung politischer Kräfteverhältnisse oder der Akzeptanz von Sachvorlagen. Sie erlaubt auch Aussagen über die Qualität der direktdemokratischen Entscheide und damit der Funktionsfähigkeit der direkten Demokratie.

Das vom ZDA koordinierte SNF-Projekt Swiss Direct Democracy in the 21st Century (DDS-21) führt nach nationalen Abstimmungen Befragungen durch, um verschiedene Aspekte dieses Meinungsbildungsprozesses zu untersuchen. Eine Verstetigung dieser Forschungstätigkeit wird im Rahmen der Swiss Roadmap for Research Infrastructures 2027 angestrebt. In einem weiteren Schwerpunktprojekt werden die normativen und empirischen Folgen der Digitalisierung auf die Kampagnenakteure und auf die Meinungsbildung der Stimmberechtigten herausgearbeitet und Handlungsempfehlungen für die politischen Entscheidungsträger beziehungsweise die Gesellschaft formuliert. Hier schliesst auch das vom SNF-geförderte Projekt Youth Online Participation and Digital Citizenship Education an. Im Rahmen des Projekts erkunden wir digitale Informations- und Meinungsbildungsprozesse sowie Partizipationsentscheidungen bei 14- bis 19-jährigen Jugendlichen und nehmen deren politische Handlungs- und Urteilskompetenzen in analogdigitalen Kontexten in den Blick.