Die erste Phase des Forschungsprojekts zur Europäisierung der schweizerischen Demokratie ist mit drei Monographien zur Wirkungsweise von autonomem Nachvollzug von EU-Recht durch die Schweiz mit Blick auf die gegenseitige Anerkennung, zur völkervertraglich verpflichtenden Übernahme von EU-Recht durch die Schweiz und die institutionelle Bewältigung von Volksinitiativen im Widerspruch zu EU-Recht erfolgreich abgeschlossen worden.
Aufbauend darauf werden die erzielten Erkenntnisse im Hinblick auf das gegenwärtig in der Diskussion befindliche Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU analysiert. Die Untersuchung nimmt den durch die institutionellen Elemente – dynamische Rechtsübernahme und Schiedsgerichtsbarkeit – bewirkten Wandel in den Blick. Der Schwerpunkt der zu erwarten Ergebnisse liegt auf der Ermittlung von verfassungsrechtlichem Reformbedarf. Dies betrifft das parlamentarische Rechtsetzungsverfahren, die Unterstellung der Übernahme von Rechtsakten der EU unter das Referendum und die Gegenstände von Volksinitiativen.