In der Planungsperiode 2022 – 2025 wurde die am ZDA aufgebaute und betriebene Datenbank zu Volksabstimmungen weltweit als Referendum Database (RDB) neu aufgestellt. In mehreren World of Referendums-Berichten haben wir die Daten der RDB ausgewertet und deren internationale Sichtbarkeit erhöht. Darüber hinaus hat das interdisziplinär zusammengesetzte RDB-Team an wissenschaftlichen Beiträgen mitgewirkt und diese an Konferenzen im In- und Ausland präsentiert. Das RDB-Projekt hat sich als Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Erziehungs-, Politik- und Rechtswissenschaft bewährt.
In der Planungsperiode 2026 – 2029 wird die Referendum Database in ein zukunftstaugliches relationales Datenmodell überführt. Dieses macht die institutionellen Grundlagen der direkten Demokratie besser sichtbar, erhöht die Datenqualität und erleichtert die Datenauswertung. Ebenfalls wird die Webseite erneuert und um Analysefunktionen erweitert. Dank einer umfassenden Erneuerung der konzeptionellen Grundlagen sollen Forschende weltweit die RDB-Daten besser nutzen können. Das RDB-Team publiziert weitere World of Referendum-Berichte zu aktuellen Themen rund um die direkte Demokratie. Darüber hinaus werden die politik- und rechtswissenschaftlichen Forschungsprojekte weitergeführt und Kooperationen mit internationalen Partnern ausgebaut. Das Ziel ist es hier insbesondere, die internationale Sichtbarkeit der Datenbank, aber auch unserer Analysen weiter zu erhöhen. Das vom SNF und der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG gemeinsam finanzierten Projekt Varieties
of Referendums (V-Ref) wird sich der Frage der Integrität von Volksabstimmungen widmen und einen Indikator zu ihrer Messung entwickeln, der
mittelfristig in die RDB integriert werden kann.