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Schlagwort: Bevölkerungsrat

Abschlussveranstaltung Bevölkerungsrat 2025, Zentrum für Demokratie Aarau

Abschlussveranstaltung des Bevölkerungsrats 2025

Am Dienstagabend, 20. Mai 2025 haben im Kornhausforum Bern Teilnehmende des Bevölkerungsrats ihren Abschlussbericht zum Schwerpunkt Gesundheitsförderung & Prävention an Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider übergeben – der Höhepunkt eines mehrmonatigen Prozesses.

In einem strukturierten, moderierten Verfahren hat der Bevölkerungsrat 2025 Reformvorschläge erarbeitet und darüber abgestimmt – unter anderem wurden ein nationales Gesundheitsgesetz, bessere Gesundheitskompetenz in allen Lebensphasen sowie ein verschärftes Werbeverbot für Alkohol und Nikotin angenommen.

Über 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft und dem Gesundheitswesen waren vor Ort – und erlebten , wie demokratische Beteiligung konkret, konstruktiv und lösungsorientiert gelingen kann.

Projektwebseite

Bevölkerungsrat befürwortet die Einführung eines Gesundheitsgesetzes auf Bundesebene

  • Der Bevölkerungsrat mit 100 zufällig ausgelosten Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz hat nach intensiven Debatten über seine Reformvorschläge abgestimmt
  • Der Bevölkerungsrat befürwortet die Einführung eines nationalen Gesundheitsgesetzes, die Verschärfung eines Werbeverbots für nikotinhaltige und alkoholhaltige Produkte oder die Stärkung der Gesundheitskompetenzen in allen Lebensphasen
  • Das Forschungsprojekt der Universitäten Zürich und Genf, koordiniert vom Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA), untersucht, ob und wie Bevölkerungsräte demokratische Debatten bereichern

Der Bevölkerungsrat hat an diesem Wochenende seine Arbeit abgeschlossen und nach einer letzten intensiven Debatte über Reformvorschläge zur Gesundheitsförderung und Prävention abgestimmt. Die Teilnehmenden, ein zufällig ausgeloster Querschnitt der Schweizer Bevölkerung, haben über zehn konkrete Massnahmen diskutiert und sechs davon angenommen. Diese betreffen unter anderem die Einführung eines nationales Gesundheitsgesetzes, die Verschärfung eines Werbeverbot für nikotinhaltige und alkoholhaltige Produkte oder die Stärkung der Gesundheitskompetenzen in allen Lebensphasen.

Während Demokratien weltweit unter Druck geraten, werden in der Schweiz neue komplementäre Formen erprobt und aktiv an einer konstruktiven Debattenkultur gearbeitet. Das Abstimmungsergebnis des Bevölkerungsrats gibt einen Einblick, welche Reformvorschläge ein informierter Querschnitt der Bevölkerung als besonders dringlich erachtet, um die Gesundheitsförderung und Prävention in der Schweiz zu stärken und die Gesundheitskosten langfristig zu reduzieren. Der Bevölkerungsrat befürwortet beispielsweise die Einführung eines nationalen Gesundheitsgesetzes, die Verschärfung eines Werbeverbots für nikotinhaltige und alkoholhaltige Produkte oder die Stärkung der Gesundheitskompetenzen in allen Lebensphasen.

«Griffige Reformvorschläge»

Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit, würdigte vor Ort die Arbeit des Bevölkerungsrats: «Ich bin beeindruckt, wie in diesem Rahmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bevölkerungsrats engagiert Lösungsansätze diskutiert und sich in die Gesundheitspolitik vertieft haben. Der Bevölkerungsrat hat griffige Reformvorschläge für gesetzliche, strukturelle und andere präventive Massnahmen entwickelt. Ich bin gespannt, was jetzt mit den Ergebnissen geschieht».

Die Reformvorschläge wurden in mehreren Phasen erarbeitet. Nach einer thematischen Einführung am ersten Wochenende vertieften die Teilnehmenden ihr Wissen in Online-Treffen. Beim Diskussionswochenende im Februar debattierten sie mit Akteuren aus Politik und Gesundheitswesen. Der verabschiedete Abschlussbericht spiegelt die Meinungsbildung dieses informierten Gremiums wider.

Prof. Dr. Daniel Kübler, Co-Initiator des Projekts an der Universität Zürich, betont die Bedeutung des Projekts: «Der Bevölkerungsrat zeigt eindrücklich, wie ein vielfältiger Querschnitt der Bevölkerung zu komplexen politischen Themen fundierte Entscheidungen treffen kann. Dies stärkt das demokratische System und ergänzt den politischen Diskurs.»

Übergabe an Bundesrätin Baume-Schneider

Die verabschiedeten Reformvorschläge werden Mitte April vom Bevölkerungsrat im Rahmen einer Medienkonferenz genauer vorgestellt. Der Abschlussbericht wird vom Bevölkerungsrat an der Abschlussveranstaltung am 20. Mai an Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider übergeben. Zudem werden an der Veranstaltung die Ergebnisse des Bevölkerungsrats von Vertretungen der politischen Begleitgruppe diskutiert und eingeordnet.

Weiterführende Informationen:

Kontakt: 

  • Loïc Schwab, Kommunikationsverantwortlicher «Bevölkerungsrat 2025», loic.schwab@zda.uzh.ch, 062 836 94 41 

Bevölkerungsrat diskutiert Reformvorschläge zu Gesundheitsförderung und Prävention

  • Der Bevölkerungsrat 2025 mit 100 zufällig ausgelosten Einwohnerinnen und
    Einwohnern der Schweiz trifft sich dieses Wochenende in Neuenburg
  • Die Teilnehmenden diskutieren Reformvorschläge zu Gesundheitsförderung &
    Prävention – auch mit Akteuren aus der Politik und aus dem Gesundheitswesen
  • Das Forschungsprojekt der Universitäten Zürich und Genf, koordiniert vom
    Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA), untersucht, ob und wie Bevölkerungsräte
    demokratische Debatten bereichern

Der Bevölkerungsrat diskutiert dieses Wochenende an der
Universität Neuenburg Reformvorschläge zu Gesundheitsförderung und Prävention – von
finanziellen Anreizen über Werbeverbote ungesunder Produkte bis hin zu einem nationalen
Gesundheitsgesetz. Am Samstagnachmittag treten Akteure aus der Politik und dem
Gesundheitswesen in den Dialog mit dem Bevölkerungsrat.


Bereits im November entschied sich der Bevölkerungsrat für das Schwerpunktthema
„Gesundheitsförderung & Prävention“. In den vergangenen Wochen setzten sich die
Teilnehmenden in mehreren Online-Treffen intensiv mit der Thematik auseinander und tauschten
sich mit Fachpersonen aus. Mit einem guten Verständnis der Ausgangslage sowie einem Überblick
über verschiedene Reformvorschläge kommt der Bevölkerungsrat nun in Neuenburg wieder
zusammen.


Diskussion im Mittelpunkt

Am zweiten Wochenende steht für den Bevölkerungsrat die Diskussion im Mittelpunkt: Zur Debatte
stehen Reformvorschläge wie ein nationales Gesundheitsgesetz, die Aufnahme von
Präventionsmassnahmen in die Grundversicherung sowie gezielte Anreize für
Gesundheitsförderung und Prävention. Auch Massnahmen wie Steueranpassungen, Verbote, die
Belohnung gesundheitsbewussten Verhaltens, die Stärkung der Gesundheitskompetenzen oder
die stärkere Einbindung von Arbeitgebenden werden diskutiert. Am Samstagnachmittag treten
Akteure aus der Politik und dem Gesundheitswesen in den Dialog mit dem Bevölkerungsrat.

«Das Diskussionswochenende bietet die Gelegenheit, verschiedene Perspektiven auf die
dringenden Herausforderungen im Gesundheitswesen zusammenzuführen», betont Co-Initiator
Nenad Stojanović von der Universität Genf. «Der direkte Dialog zwischen Bevölkerung, Politik und Akteuren aus dem Gesundheitswesen ermöglicht einen wertvollen Austausch und kann zur
Entwicklung tragfähiger Reformen in der Gesundheitspolitik beitragen.»


Barbara Gysi, Präsidentin der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SKG des
Nationalrates, freut sich auf die Diskussionen mit dem Bevölkerungsrat: «Der Bevölkerungsrat
leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbindung von Politik und Gesellschaft. Die Diskussionen
werden zeigen, welche Reformvorschläge ein vielfältiges Abbild der Bevölkerung im Bereich
Gesundheitsförderung und Prävention mitträgt.»


Nicolina Onofrei aus Neuenburg, Teilnehmerin und Direktorin einer Musikschule, blickt dem
Wochenende mit Freude entgegen: «Der offene Austausch hilft, über den Tellerrand
hinauszublicken. Man versteht nicht nur andere Meinungen besser, sondern kann auch gemeinsam
Lösungen aushandeln».

Abschlussbericht im Frühling

Nach dem Diskussionswochenende arbeitet der Bevölkerungsrat die Reformvorschläge weiter aus.
Am Abschlusswochenende Ende März werden sie finalisiert und im Abschlussbericht
verabschiedet. Dieser fasst die Diskussionen zusammen und zeigt die Positionen des
Bevölkerungsrats zu den Reformvorschlägen auf. Damit bietet er der Politik eine informierte
Sichtweise zum Thema und leistet einen Beitrag zur öffentlichen Debatte.

Weiterführende Informationen

Website: www.pnyx25.uzh.ch
Factsheet Reformvorschläge
Fotos Diskussionswochenende (werden am Wochenende laufend aktualisiert)

Kontakt

Loïc Schwab, Kommunikationsverantwortlicher «Bevölkerungsrat 2025»,
loic.schwab@zda.uzh.ch, 062 836 94 41

Bevölkerungsrat diskutiert Rezepte gegen steigende Gesundheitskosten

  • Der Bevölkerungsrat 2025 aus 100 zufällig ausgelosten Einwohnerinnen und
    Einwohnern der Schweiz trifft sich dieses Wochenende erstmals an der Universität
    Zürich
  • Die Teilnehmenden gewinnen am Startwochenende ein vertieftes Verständnis für
    das Thema „steigende Gesundheitskosten“ und legen einen Schwerpunkt für die
    weiteren Diskussionen fest
  • Das vom Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) koordinierte Forschungsprojekt der
    Universitäten Zürich und Genf untersucht, ob und wie Bevölkerungsräte
    demokratische Debatten bereichern

Die steigenden Gesundheitskosten zählen zu den drängendsten
Herausforderungen in der Schweiz. Mit Prämien, die in die Höhe schiessen, schliessenden
Spitälern und überlastetem Gesundheitspersonal ist die Gesundheitspolitik in der Krise –
Lösungen sind gefragt. An der Universität Zürich kommt an diesem Wochenende der
Bevölkerungsrat zusammen. Anlässlich dieses Auftakttreffens werden 100 zufällig
ausgeloste Teilnehmende aus der ganzen Schweiz mit unterschiedlichen Hintergründen und
Erfahrungen miteinander ins Gespräch kommen.


Der Bevölkerungsrat ist eine neuartige Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam
gesellschaftlich wichtige Themen zu diskutieren und Lösungen auszuhandeln. Im Zentrum stehen
ganz normale Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz: Menschen jeden Alters, aus
verschiedensten Berufen und Landesteilen. In mehreren Wochenendveranstaltungen und
digitalen Treffen befassen sie sich vertieft mit der aktuellen Problematik der steigenden
Gesundheitskosten. Diese ausgeloste Gruppe bildet die Vielfalt an Perspektiven und Erfahrungen
aus der Gesellschaft ab und bringt so ihre eigenen Anliegen und Bedürfnisse in die Diskussion ein.


Grundversicherung, Spitäler oder Koordination der Versorgung?

Am Startwochenende erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über die
Funktionsweise und die Ziele des Bevölkerungsrats. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und
dem Einarbeiten in das Thema „steigende Gesundheitskosten“, legen die Teilnehmenden einen
Schwerpunkt für die weiteren Diskussionen fest. Dabei geht es darum, das Thema einzugrenzen
und zu bestimmen, was für den Bevölkerungsrat von besonderer Relevanz ist – etwa die
Grundversicherung, die Spitäler, die Mengenausweitung, die Koordination der Versorgung oder
die Gesundheitsförderung und Prävention.


Neuer Impuls in der Gesundheitspolitik

Das Forschungsprojekt untersucht, ob Bevölkerungsräte geeignet sind, wichtige gesellschaftliche
Debatten auszutragen. Gerade im Bereich der Gesundheitspolitik, wo die politische
Entscheidungsfindung oft stagniert, könnten Bevölkerungsräte neue Impulse geben. Die
Themenwahl für den Bevölkerungsrat erfolgte in einem transparenten und breit abgestützten
Prozess, der die Gesundheitskosten als besonders dringliches Thema identifizierte.

Prof. Dr. Daniel Kübler, Co-Initiator an der Universität Zürich, sagt dazu: «Mit dem Bevölkerungsrat
schaffen wir einen Raum, in dem die Bevölkerung direkt zu einem gesellschaftlich wichtigen
Thema Stellung beziehen kann. Besonders bei der Gesundheitspolitik brauchen wir Lösungen, die
die Interessen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen.»


Bevölkerungsrat verfasst Abschlussbericht mit Reformvorschlägen

Die Teilnehmerin und zweifache Mutter Anaïs Zingg (30) aus Zuzwil im Kanton St. Gallen zeigt sich
gespannt: «Ich freue mich darauf, zusammen mit Menschen aus der ganzen Schweiz über
steigende Gesundheitskosten zu diskutieren. Ein Thema, das uns alle betrifft. Hoffentlich können
wir als Bevölkerungsrat etwas bewirken.»

Der Bevölkerungsrat stellt seine Resultate im Frühling 2025 vor. Ein Abschlussbericht soll die Basis
für eine sachliche, öffentliche Debatte bilden und der Politik ein differenziertes Meinungsbild
liefern. Darin bereitet der Bevölkerungsrat Argumente zu verschiedenen Reformvorschlägen auf
und positioniert sich dazu.

Diese Form der Beteiligung schafft neue Räume für gesellschaftliche Debatten, um die Qualität der
öffentlichen Meinungsbildung und Debattenkultur zu stärken. Das könnte nicht nur in der
Gesundheitspolitik, sondern auch in weiteren gesellschaftlichen Bereichen von Bedeutung
werden.

Weiterführende Informationen: www.pnyx25.uzh.ch

Fotos Startwochenende: https://www.flickr.com/gp/200893765@N03/77z6315bw6
(werden am Wochenende laufend aktualisiert)

Kontakt:

  • Loïc Schwab, Kommunikationsverantwortlicher «Bevölkerungsrat 2025»,
    loic.schwab@zda.uzh.ch, 062 836 94 41