Politische Bildung in Zeiten der Digitalisierung und einer neuen Öffentlichkeit


Räume und Bedingungen der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung in der Öffentlichkeit sind fundamentalen Veränderungen unterworfen. Neue Medien und Kommunikationstechnologien führen zu einem Strukturwandel, dessen Wirkung (noch) nicht klar voraussagbar ist. So stellt sich z.B. die Frage, ob klassische Medien wie Tageszeitungen im Vergleich zu digitalen Medien immer mehr in den Hintergrund treten und die öffentliche Debatte z.B. an Gemeindeversammlungen und politisch-kulturellen Veranstaltungen eine Veränderung durchlaufen werden. Entsteht mit den sozialen Medien und Instrumenten der e-Democracy einfach eine weitere Öffentlichkeit oder wird die Alte zum Verschwinden gebracht? Wie soll diese neue Öffentlichkeit ausgestaltet werden und wer definiert in diesem Rahmen die Gefässe des Austauschs? Sind die Funktionen «Likes», «Dislikes» und «Teilen» zureichend für die politische Diskussion und Meinungsbildung? Wie kann mit der zunehmenden Informationsflut umgegangen werden? Und wie kann «fake news» von substanziellen, gut recherchierten Informationen unterschieden werden? Dieser Abend dreht sich schliesslich um die Frage, in welche Hinsicht die Schule und darin die politische Bildung auf die Auseinandersetzung mit einer (digitalen) Politik vorbereiten soll und wie sie das kann.

Mit Gian Guyer, Patrick Strössler, Beat Kirchhofer, Prof. Dr. Monika Waldis und Prof. Dr. Peter Gautschi

Programm «Politische Bildung in Zeiten der Digitalisierung und einer neuen Öffentlichkeit»